DEHOGA BAYERN: „Akademie junger Gastronomen“ besteht Premiere – auf der ganzen Linie Begeisterung!

Für viele junge Menschen ist die Selbstständigkeit ein berufliches Traumziel. Doch oftmals erscheinen bürokratische Vorschriften und finanzielle Überlegungen als unüberwindliche Hürden. Oder es fehlt schlichtweg das unternehmerische Handwerkszeug. Ein Problem, das auch BerufsschülerInnen in der Gastronomie betrifft. Mit der „Akademie junger Gastronomen“ bieten der DEHOGA Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Kultusministerium, der Staatlichen Berufsschule I in Rosenheim und der Staatlichen Berufsschule II Bamberg, dem Bayerischen Brauerbund sowie den Privaten Brauereien eine Qualifizierungsmaßnahme, die sich als praxisorientierte Fitmacher-Unterstützung, gewissermaßen als Entree zur Selbstständigkeit in die Gastronomie, versteht.

 

 

Bildunterschrift (r.): Angelika Inselkammer, Präsidentin des DEHOGA Bayern: „Der Weg in die Selbstständigkeit ist ein Abenteuer und Herausforderung. Es braucht große Begeisterung und funktionierende Netzwerke. Das geht nur, wenn alle zusammenhalten. Deshalb sind der Bayerischer Brauerbund und die bayerischen inhabergeführten Privatbrauereien mit an Bord.“Foto: © Brigitte Karch
 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift (l.): Dr. Lothar Ebbertz: „Es wird immer schwieriger für Wirtshäuser, Bierkeller und Biergärten Betreiber zu finden – mit allen Nebenwirkungen, die dies für den bayerischen Tourismus, für unser Bierland, für jede einzelne Brauerei, die über leerstehende Objekte verfügt, aber auch für jedes Dorf, das mit dem letzten Wirtshaus seine gesellschaftliche Mitte, den Ort aktiven Zusammenlebens verliert.“ Foto: © Brigitte Karch

 

Erfolgreicher erster Durchgang: Es war super“

Der erste Durchgang der „Akademie junger Gastronomen“ – sie ging im vergangenen Jahr an den Start – ist erfolgreich abgeschlossen. Auf Einladung des Bayerischen Landtags erschienen rund 30 Absolventen des ersten Blockes zusammen mit Fachlehrern der beiden beteiligten Berufsschulen. Der 14tägige Blockunterricht „war super“, so das einhellige Fazit der Beteiligten. Und: Neben den vielen unterschiedlichen Themen, die behandelt wurden, hoben die Teilnehmer die sehr hilfreichen Expertenkontakten, besonders auch die entstandenen Netzwerke hervor.

 

Bildunterschrift (r.): Klaus Stöttner, tourismuspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag: Die 'Akademie junger Gastronomen' bietet eine Qualifizierungsmaßnahme für spätere Existenzgründer oder für Interessierte, die sich über eine Existenzgründung informieren möchten. Die begleitete Weiterbildungsphase verbindet die klassische gastronomische Ausbildung in Betrieb und Schule mit einem Angebot, das über den Ausbildungsberuf hinausreichende Kompetenzen und Inhalte im Bereich der Unternehmensgründung umfasst.“ Foto: © Brigitte Karch

Erklärtes Ziel dieser Qualifizierungsmaßnahme ist es, jungen, aufstrebenden Gastronomiefachkräften das nötige Rüstzeug zu geben, sich nach der Ausbildung selbstständig zu machen und die Gastronomielandschaft in Bayern neu zu beleben. Konkret handelt es sich hier um ein zweiwöchiges Qualifizierungsprogramm im Baukastensystem. Module sind dabei betriebswirtschaftliche Geschäftsprozesse, moderne Personalpolitik, rechtliche und finanzielle Grundlagen sowie Marketing. Die Themen für die 12. Jahrgangsstufe (vom 9. bis 13. Oktober 2017) sind: Steuerung und Kontrolle gastgewerblicher Unternehmen, Betriebswirtschaftliche Geschäftsprozesse gastgewerblicher Unternehmen sowie Existenzgründerbezogene Unternehmenserkundung gastgewerblicher Betriebe.

 

Bildunterschrift (r.): RA Oliver Dawid: „Die Kultur der Gasthäuser und Wirtshäuser ist wichtig für Bayern und seine Bevölkerung, für das soziale Leben im Freistaat ebenso wie für die vielen Millionen Touristen, die uns jährlich besuchen – und das nicht nur in Ballungszentren, sondern auch in der Region, in ländlichen Gegenden und in Tourismusgebieten. Um so wichtiger ist es darum, qualifizierte Gastronomen zu haben: die ihren Beruf mit Leib und Seele ausüben …  Die letztendlich auch das große und qualitativ hochwertige Sortiment an Bier aus unseren privaten Familienbrauerein mit der erforderlichen Liebe und Sorgfalt an den Gast bringen.“

Wie ein roter Faden zog sich durch die Statements der Verbandsvertreter die bemerkenswert intensive Bereitschaft, mit Rat und Tat den jungen Existenzgründern zur Seite zu stehen, funktionierende Netzwerke aufzubauen und zu fördern.

Doch trotz aller Begeisterung richtete Angela Inselkammer, Präsidentin des DEHOGA Bayern, die zusammen mit Klaus Stöttner, Landtagsabgeordneter und tourismuspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion die „Akademie junger Gastronomen“ ins Leben gerufen hat, an die Adresse der jungen Auszubildenden auch nachdenkliche Worte: „Es ist ein langer Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit. Mit vier bis fünf Jahren müssen Sie rechnen. Misserfolge müssen Sie wegstecken. Jedoch wir alle helfen Ihnen auf dem Weg – und ich verspreche euch, dass es gut wird!!“
 

 

 

Bildunterschrift (l.): Susanne Droux, DEHOGA Bayern Geschäftsführerin Berufsbildung/Branchenförderung: „In Bayern gibt es etwa 10.000 Auszubildende in den gastronomischen Berufen. Die Qualifizierungsmaßnahme soll zukünftig in die Ausbildungsordnung Eingang finden.“ Foto: ©Brigitte Karch

 

 

 

Weitere Informationen:
www.dehoga-bayern.de
www.bayerisches-bier.de
www.private-brauereien-bayern.de
www.csu-landtag.de

Titelbild (im Uhrzeigersinn v.l.): Plakat „Akademie junger Gastronomen“. Begeisterte Absolventen im Bild mit (1. Reihe vorne: 1. und 2.v.l.): Dr. Lothar Ebbertz, Bayerischer Brauerbund, und Susanne Droux, (2. und 1.v.r.), DEHOGA Bayern Geschäftsführerin Berufsbildung/Branchenförderung. (2.r. von rechts); Angelika Inselkammer, Präsidentin des DEHOGA Bayern, und Klaus Stöttner, tourismuspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, sowie RA Oliver Dawid (2.Reihe., 2.v.r.), Geschäftsführer Private Brauereien;
(v.l.): Susanne Droux, Dr. Lothar Ebbertz, Angela Inselkammer, Klaus Stöttner, RA Oliver Dawid. Foto: © Brigitte Karch