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Artikelbild: Brauereien im Osten.jpg

Bundesagentur für Arbeit: Über 1.300 Menschen arbeiten in der Herstellung von Bier und Malz

Zum Internationaler Tag des Bieres 2017 am 4. August 2017 schlüsselte die Bundesagentur für Arbeit Zahlen, Daten und Fakten über Ostmarken auf. Einmal mehr wird der Fachkräftemangel deutlich, zum anderen bleibt die Brauwirtschaft fest in Männerhand.

Im Jahr 2016 waren 1.362 Frauen und Männer in sächsischen Brauereien beschäftigt. Im Verlaufe der letzten Jahre lag die Beschäftigungssituation auf dem heutigen Niveau (2015: 1.363 Beschäftigte; 2014: 1.358 Beschäftigte, 2013: 1.379 Beschäftigte). Damit ist der Wirtschaftsbereich „Herstellung von Bier und Malz“ eine verhältnismäßig kleine Branche, die jedoch einen großen Umsatz erzeugt. 


Hoher Fachkräfteanteil in Brauereien

Von den 1.362 Beschäftigten sind 176 als Helfer beschäftigt. Alle übrigen sind Fachkräfte, Spezialisten oder Experten – also Menschen mit Berufsabschluss, Meister/Techniker oder Akademiker. Damit liegt der Fachkräfteanteil in sächsischen Brauereien bei 87 Prozent.

Häufige Berufe in Brauereien

Brauereien bieten eine Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten. In Brauereien arbeiten insgesamt 419 Menschen in der Getränkeherstellung (darunter der Brauer), 102 in der Transportgeräteführung, 83 in Berufen der Lagerwirtschaft, 67 im Vertrieb, 68 in der Unternehmensorganisation, 66 in der Produktionssteuerung und 61 in Berufen der Maschinenbau- und Betriebstechnik. Weitere Menschen finden in Brauereien auch Arbeit mit Büro- und Verwaltungsberufen, im Bereich der Gastronomie … selbst mit Werbe- und Marketingberufen.

Aktuell arbeiten 240 Brauer in Sachsen

Aktuell sind in Sachsen 209 Brauer/Mälzer beschäftigt (Deutschland: 4.710). Brauer ist ein typischer Männerberuf. 96,2 Prozent aller Brauer in Sachsen sind Männer. Der Frauenanteil liegt bei 3,8 Prozent (analog Bund). 98,6 Prozent aller sächsischen Brauer arbeiten Vollzeit, nur 1,4 Prozent in Teilzeit.

Hintergrundinformation: Der mittlere Lohn der Brauer / Mälzer liegt in Deutschland bei 3.462 Euro/Monat. In Sachsen ist er geringer. Genaue Daten für Sachsen stehen in diesem Beruf nicht zur Verfügung.

Bewertung:

  • Die Beschäftigungssituation in den Brauereien ist seit einigen Jahren recht stabil.

  • Der technische Fortschritt macht auch vor Brauereien nicht halt. Die Automatisierung von Prozessen und die Investition in Anlagen erhöht auch in dieser traditionellen Branche die Anforderungen an ihre Mitarbeiter. Maschinen müssen gewartet und bedient werden. Das können meist nur gut ausgebildete Fachkräfte.

  • Sächsische Brauereien sind attraktive Arbeitgeber, mit zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten und guten Zukunftschancen.

  • Auch Brauereien benötigen künftig gut ausgebildete Fachkräfte, um ihre Produktivität und Konkurrenzfähigkeit sicherzustellen.

 

Fakten (Quelle: Statistisches Bundesamt - Statista):

  • Der Pro-Kopf-Konsum von Bier liegt in Deutschland bei 104 Liter

  • In Deutschland gibt es über 1.400 Brauereien

  • Der Bierabsatz in Deutschland liegt bei rund 96 Mio. Hektoliter

  • Großbritannien hat mehr Brauereien als Deutschland

(Quelle: Bundeagentur für Arbeit/LifePR)

 

Weitere Informationen:
www.brauerbund-sachsen.de/de/rund-ums-bier/brauereien-in-sachsen.html
www.arbeitsagentur.de

 

Titelbild: Infografik: Die bekanntesten ostdeutschen Marken

2017-08-05