Brauhaus Faust: Julian Schäfer schloss Ausbildung zum Brauer und Mälzer mit 1.1-Traumnote ab

Miltenberg. – Nach dreijähriger Ausbildung im Brauhaus Faust zu Miltenberg, hat der
21-jährige Julian Schäfer aus Umpfenbach jetzt seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer mit dem Gesamtergebnis 1.1 abgeschlossen.

Julian Schäfer. Foto: © Brauhaus Faust zu Miltenberg

Präsident Walter Heußlein überreichte ihm als Anerkennung eine Urkunde der Handwerkskammer Unterfranken. Die Leiterin der Staatlichen Berufsschule Main-Spessart in Karlstadt, Oberstudiendirektorin Dagmar Beck-Ruf, übergab dem Jahrgangsbesten obendrein die Anerkennungs-Urkunde des Fördervereins der Berufsschule.

Schäfer hatte seine Lehre im Herbst 2015 im Anschluss an sein Abitur am Miltenberger Butzbach-Gymnasium begonnen. Auf den Ausbildungsberuf “Brauer und Mälzer” war er durch eine Brauereiführung im Brauhaus Faust aufmerksam geworden. “Ich wollte nach dem Abi erst einmal eine handwerkliche Ausbildung machen. Eine, bei der mir die Nähe meiner Familie, meiner Freunde und meines Schützenvereins Umpfenbach erhalten blieb”, blickt Schäfer zurück. Jetzt ist er stolz, einen “so traditionsreichen Beruf” erlernt zu haben. “Bier ist für uns in Bayern etwas Urtypisches”, sagt er. “Jeder kennt es, jeder trinkt es gern – ein Grundnahrungsmittel.” In seiner vielseitigen Ausbildung hat Julian Schäfer gelernt, dass “das Bierbrauen deutlich komplexer ist, als auf den ersten Blick erscheint”. Besonders fasziniert ihn die “enge Verbindung traditioneller, Jahrhunderte alter Braukunst mit ausgeklügelten Brauvorgängen, wie sie nur moderne Hightech ermöglicht.”

Trotz seiner Traumnote 1.1, wird Julian Schäfer wohl nicht ins Studium zum Diplom-Braumeister oder zum Diplom-Getränketechnologen abwandern. Er will zwei weitere Jahre im Brauhaus Faust arbeiten, dabei vertiefende Berufspraxis sammeln und später handwerklicher Meister im Brauwesen werden. Anders als Studienabsolventen ohne Praxisbezug, will Julian Schäfer seine “Karriereleiter nicht von oben herunter beginnen”, wie er es nennt. Bedeutet: “Als Führungsverantwortlicher muss ich in der Praxis nicht nur theoretisches Wissen haben, sondern auch können und vormachen können.”

Gerade Schulabsolventen die noch nicht recht wissen, für welchen Beruf sie sich entscheiden mögen, gibt Schäfer aus eigener Erfahrung den Tipp: “Erst einmal einen praktischen Beruf erlernen und sich darin selbst entdecken. Studieren kann man danach immer noch.”

Der Mann mit der Traumnote hat für sich diese Erfahrung gemacht: “Gerade hier bei uns im ländlichen Raum fühlen sich viele Schulabgänger oft an Familie, Freunde und ihre Vereine gebunden. Wer solche Bindung hat und persönlich noch nicht ganz eigenständig ist, kann mit einer handwerklichen Ausbildung vor Ort leicht in der Region bleiben. Auch wenn das körperlich anstrengend ist und manche Überstunde bedeutet – eine handwerkliche Ausbildung lässt sich besser als ein Studium mit dem eigenen Alltag hier in Churfranken vereinbaren.”
Und noch einen Tipp gibt Julian Schäfer gerade den Unentschlossenen unter seinen Generationsgenossen: “Seine Berufswahl muss jeder mit sich selbst klären. Keiner sollte einfach nur dem Mainstream folgen und irgendein Fach studieren, nur weil das seine Kumpels auch so machen.”
(Quelle: Brauhaus Faust zu Miltenberg)

Weitere Informationen:
www.faust.de

Titelbild: Strahlende Gesichter hoch drei: Johannes (li.) und Cornelius (re.) Faust vom Brauhaus Faust zu Miltenberg freuen sich über das hervorragende Abschneiden ihres Auszubildenden Julian Schäfer aus Umpfenbach. Foto: © Brauhaus Faust zu Miltenberg