„Hoch hinaus! – Wege und Hütten in den Alpen“

Richtig spannend ist die Lektüre. Vor dem 19. Jahrhundert erschienen die Berge – zumal die Ostalpen – eher als bedrohlich, unwirtlich und niemand unbedingt auf die Gipfel.

Mit dem Aufkommen der Alpinismus-Begeisterung änderte sich das gründlich. Bald schwärmten Städter voller Begeisterung für die Natur aus und wollten natürlich auf ihren Touren gut untergebracht und verpflegt werden. Die ersten Hüttenwirte nahmen ihre Tätigkeit auf, die Gästezahlen stiegen rasant. Anfängliche Rosshaar-Matratzenlager mit kratzigen Decken wurden abgelöst – die zweite Generation der Alpinisten war anspruchsvoll – von Hütten mit holzvertäfelten Erkern, mit Möbeln und Porzellan. Heute stehen Anforderungen von, Klimawandel, Umwelt- und Denkmalschutz und eine zeitgemäße Architektursprache im Mittelpunkt.

Besonders dürfte Gastronomen die Speisekarte im Wandel der Zeit interessieren. Dauerbrenner wie Kaiserschmarrn, Kalbsbraten, Erbsensuppe mit Würstchen, Schnitzel etc. haben unverändert ihre Fans. Und deftige vegetarische Schmankerl à la Kaspreßknödel, Spinatknödel, Dampfnudeln mit Vanillesauce sowieso.

Band zwei führt sämtliche bestehenden und ehemaligen Hütten auf, ein Super-Nachschlagewerk. Übrigens: Auch die Hütten in China, Peru, Tansania etc. von Alpenvereins-Außenstellen betriebenen Hütten fehlen nicht!

Im Alpinen Museum in München findet noch bis 8. April 2018 die sehenswerte Ausstellung „Hoch hinaus“ – Hütten und Wege in den Alpen“ statt.

 

Hoch hinaus! – Wege und Hütten in den Alpen“ , Band 1 und 2, herausgegeben vom Deutschen Alpenverein, vom Österreichischen Alpenverein und vom Alpenverein Südtirol. 2 Bände, Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 674 Seiten, zahlreiche SW- und Farbabbildungen, 49.99 Euro, ISBN 978-3-412-50203-4, erschienen im Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien.
Autorin: Doris Losch

Weitere Informationen:
www.boehlau-verlag.com

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